Mein(e) Partner(in) soll anders sein

 

Schwierigkeiten in der Partnerschaft  

Du hast einen Streit, dann frage dich:

  • Wie war die Situation tatsächlich?
  • Gibt es unterschiedliche Gefühlsebenen/ Ansichten für dich und deinen Partner?
  • Kannst du dir vorstellen das derzeitige Problem aus  den Augen deines Partners zu sehen?
  • Gibt es Verständnis für den Andern?
  • Was sagt dein Herz dazu? (ein Wort, ein Begriff)
  • Was möchtest du deinem Partner den wirklich mitteilen/sagen? (Gefühle mitteilen oder etwas vorwerfen?)
  • Bist du zuständig für die Bedürfnisse deines Partners?
  • Kannst du die Bedürfnisse deines Partners erfüllen?
  • Bereitet es die Freude die Bedürfnisse deines Partners zu erfüllen – oder passt du dich nur an?
  • Wie sehen deine Erwartungen an den (die) Partner(in) aus?
  • Muss dein Partner deine Wünsche und Bedürfnisse erfüllen?
  • Was geschieht wenn er/sie es nicht tut – aber du tust es
  • Was brauchst du von deinem Partner, was wünschst du dir?

 

Mein Partner soll anders sein

Die größten Schwierigkeiten in Partnerschaften entstehen weil irgendwann festgestellt wird:

 

 „Diesen Menschen will ich so wie er ist, gar nicht neben mir haben, mit dem /der will ich nicht sein.“

 

Dann beginnt die große Meckerei über alles Mögliche, mit dem Hintergrund, der Partner sollte anders sein, sich anders verhalten, sich anders anziehen, sich anders bewegen, anderes Antworten, anderes sagen, andere Freunde haben, eine anderen Arbeitsplatz haben, andere Gefühle haben, eine andere Partei wählen,  andere Philosophien und Weltanschauungen  haben oder andere Ziele und Visionen haben. Die Liste lässt sich unendlich lange fortsetzen.

 

Eine Frau hat von Ihrem Partner erzählt, dass er auf ihre Gefühlsausbrüche immer das Falsche gesagt hat. Ja, wenn er das und das gesagt hätte oder sich anders verhalten hätte, wäre alles gut gewesen – hat er aber nicht und somit war der Ärger in dieser Beziehung  vorprogrammiert.

 

Er hat sich nicht so verhalten, wie sie es gerne gehabt hätte. Die Frage ist nun, was hätte sie denn gerne gehabt und vor allem weshalb? Welche verborgenen Muster liegen dahinter, das sie es jedes Mal gerne anders gehabt hätte oder welche Glaubenssätze? Es gibt sicher unzählige Männer, die täglich das Gefühl haben, dass sie etwas „falsch“ machen in der Beziehung und es gibt Legionen von Frauen, die sich auf „Teufel komm raus“ anpassen und im Rechtmachen sind, um Konflikte zu vermeiden. Dabei sind gerade Konflikte das Salz in der Suppe des Lebens und bringen uns weiter in unserem Bewusstwerden.

 

Deine größte Menschenpflicht ist es, gut für dich selbst zu sorgen und zwar zuerst für dich selbst – und dann erst für andere.“

 

Das sagt auch die ayurvedische Lehre, dass du nach dir selbst schauen musst, um nicht krank zu werden.

 

 

Der Partner ist nicht  dafür zuständig, dir irgendwelche Wünsche zu erfüllen oder dafür zu sorgen, dass deine Bedürfnisse permanent  erfüllt werden.

 

Er ist in seiner Andersartigkeit genau so großartig wie du.

Wenn er es von „sich heraus kann und mit Freude macht“ dann ist es prima, dann passen eure „energetischen Fahrzeuge“ gut zueinander.

 

Wenn seine Lebenseinstellungen und Lebensphilosophien und seine/ihre innere Haltung nicht zu deiner Lebenseinstellung, Philosophie und Haltung passt, dann ergibt sich ein energetisches Ungleichgewicht, das in aller Regel damit endet, dass der Eine an den Andern Forderungen unterschiedlicher Art stellt,

in der unbewussten Hoffnung das energetische Gleichgewicht wieder herzustellen.

 

Aber  selbst wenn der Andere die Forderungen oder Erwartungen erfüllen würde, was aber in der Regel immer nur auf der materiellen Ebene geschieht, würde das energetische Gleichgewicht nicht ausgeglichen werden, die Beziehung bleibt in der Schieflage, im Ungleichgewicht.

 

Dann beginnt in aller Regel der Kampf darüber, wer nun für die Schieflage verantwortlich sei.

Das allgemein übliche Rechthaben kann beginnen.

 

 

Walter C. Dieterich