Das Drehbuch Deines Lebens

  1. Das Drehbuch für das eigene Leben schreiben

Die gute Nachricht ist gleichzeitig auch die schlechte Nachricht, zumindest für einige Menschen unter uns.

Fast alles, was sich so im Leben eines Menschen  ereignet, entspringt der Philosophie, die  jeder Mensch  vom oder über das Leben hat. Und weil er diese bestimmte Philosophie hat, geht er auch mit einer ganz bestimmten  Energie durchs Leben  – durch sein eigenes Leben. Und weil er eine bestimmte Philosophie hat, hat er natürlich auch ein ganz bestimmtes  Selbstbild von sich. Deshalb sehen wir die Dinge auch häufig gar nicht so, wie sie tatsächlich sind oder wie sie sich tatsächlich ereignen. Wir neigen eher dazu die Dinge, gewissermaßen, wie durch eine eingefärbte „Brille“ zu betrachten, allerdings durch eine von uns selbst eingefärbte Brille.

 

Weshalb dies so ist, haben Gehirnforscher mittlerweile auch festgestellt. Wir Menschen speichern bestimmte Ereignisse die uns in irgendeiner Weise in unserer Kindheit und Jugend, sehr berührt haben, in einer sehr subjektiven Form im Gedächtnis ab. Das was wir abspeichern,  muss nicht unbedingt mit dem übereinstimmen, was sich tatsächlich ereignet hat, wir speichern es so ab, wie wir es damals empfunden oder gefühlt haben.

 

Dies wird dann quasi als „Fakt“ in unserem Gedächtnis abgelegt. Wann immer wir uns an dieses Ereignis erinnern, erinnern wir uns so, wie wir es im Gedächtnis verankert haben. Die Tatsache, dass wir diese „Fakt- Geschichten“ in unserem Gedächtnis abspeichern und die Tatsache, dass wir uns dann bis ins hohe Alter ständig an diese selbst geschriebenen Geschichten erinnern,  hat dann ständig  einen großen Einfluss auf unser Selbstbild und unser Verhalten. (siehe auch Verhaltensmuster u. Glaubenssätze)  Drei solcher Ereignisse im Alter von 5-7,  im Alter von 10-12 und  im Alter von 18-20 reichen beispielsweise dazu aus, unseren Charakter zu formen.

 

Jedes dieser vergangenen Erlebnisse, die im Elternhaus, häufig auch in der Schule, beim ersten Verliebtsein oder wo auch immer sie  entstanden sind, hat zu einem Entschluss geführt, wie wir uns künftig bei ähnlichen Situationen verhalten wollen. Daraus ist unbewusst ein sogenanntes Verhaltensmuster entstanden, das wir tief in unserem Gedächtnis abgespeichert haben. Wenn eines der Verhaltensmuster mit einem Ereignis verknüpft ist, bei dem wir besonders erfolgreich waren, dann gehen wir heute  eher  Risiken ein, sind hoffnungsfroh, fühlen uns gut und blicken freudig in die Zukunft  (Daraus könnte ein Glaubenssatz wie: „Alles geht gut aus“ entstanden sein.

 

Handeln die Erinnerungen in unserer „Lebensgeschichte“ dagegen häufig oder gar überwiegend von Situationen, die wir als schrecklich empfunden haben, Augenblicke, die unser kindliches oder jugendliches „Wohlfühlen“ zerstört haben, oder die uns traurig oder gar verzweifelt gemacht haben, dann schaffen wir unbewusst immer wieder Situationen herbei, die zu schlechter Laune, unglücklich sein, sich machtlos fühlen oder falsch verstanden fühlen, führen.

  

  1. So veränderst du das Drehbuch deines Lebens

Die Geschichten, die du abgespeichert hast, lebst du in Form von Glaubenssätzen oder Verhaltensmustern, die

dir in aller Regel aber völlig unbewusst sind. Nur wenn es dir auffällt, dass dir immer wieder „Dasselbe“ im Leben zustößt, kann das Dilemma bewusst werden. So könntest du dich schon mal gefragt haben: „ warum habe ich ständig irgendwelche Unfälle oder warum gerate ich immer an denselben Typ Mann oder Frau“. „Weshalb rege ich mich über alle Menschen auf, die sich im Straßenverkehr, an der Supermarktkasse oder in der S-Bahn nicht so verhalten, wie es meiner Meinung nach sein müsste.

 

Die von dir abgespeicherten,  negativen Erinnerungen können mit der Zeit so etwas wie dauerhafte Albträume werden  und machen dich unfähig dein wirkliches Potential zu entfalten, Kreatives zu erschaffen und das Leben zu führen, das du aufgrund deiner Talente führen könntest. Wie einen überschweren Rucksack schleppst du die Last deiner „Erinnerungen“ ständig mit dir herum. So werden sich in deinem Leben immer wieder ähnliche Dramen oder Tragödien ereignen, auch wenn sich die Details manchmal etwas unterscheiden.

 

Das  geschieht deshalb, weil dein Gehirn nicht zwischen dem unterscheidet, was jetzt in diesem Augenblick geschieht und was Erinnerungen an eine deiner alten, möglicherweise „erfunden“ Geschichten sind.

Die Gehirnwissenschaftler entdeckten, dass Erinnerungen auf synaptischer Ebene im Neocortex und im limbischen System auf die gleiche Weise und mit der gleichen Intensität registriert werden, wie tatsächliche  aktuelle Ereignisse.
Wir müssten nur die Initiative ergreifen, aktiv werden und bräuchten den Mut, diese Geschichten und Erinnerungen loszulassen und zu akzeptieren, dass sich Menschen und Umstände verändern können. Das scheitert aber zunächst daran, dass wir alle „Recht haben wollen“ dass das, was wir seither über die damaligen Ereignisse gedacht und seither gelebt haben auch richtig war und ist.

Wenn du an deiner Geschichte festhältst, obwohl sich Fakten und Umstände geändert haben, bleibt  dein Energiefeld in der „damaligen Vorstellung“ und es ergeben sich immer wieder  besondere  energetische Verstrickungen zu Menschen, die den damaligen ähnlich sind.

  1. So löst du ein energetisches Band 

Du kannst die energetischen Verbindungen zu anderen Menschen oder Themen, die dich immer wieder beschäftigen, mit schamanischen Shaway- Sitzungen auflösen. Die Wirkung  von Shaway- Sitzungen kannst du unterstützen, so schreibt der Psychologe und Schamanenforscher Alberto Villoldo, indem du dich in Vergebung übst.  Dazu schlägt er drei Schritte vor. Leider belassen es angeblich die meisten Menschen bei einem ersten Schritt. Dies verschafft  zwar eine momentane Erleichterung und Befriedigung, aber die energetischen Verbindungen trennen sie nicht.  Wenn du dich vollständig von den Ereignissen mit einer anderen Person lösen willst, solltest du laut Villoldo unbedingt alle drei Schritte vollziehen:

  1. Denke an jemanden, der dir oder dem du Unrecht getan hast.

Atme tief ein und lasse beim Ausatmen all deine Wut und alle Gefühle von Ungerechtigkeit ziehen, die du möglicherweise empfindest. Wiederhole diesen Schritt so oft, wie nötig.

 

  1. Atme noch einmal tief ein und schicke beim Ausatmen einen Segen an den Betreffenden und Vergebung für alles, was er dir angetan hat. Bitte ihn im Geiste, auch dir alles zu verzeihen, womit du ihn verletzt oder ihm Unrecht getan haben könntest. Sage im Stillen: »lch gebe dich frei und segne dich« Wiederhole auch diesen Schritt so oft wie nötig.

(Siehe auch Ho’oponopono: www.meingottwalter.de/ho-oponopo-die-vergebung/)

 

  1. Der letzte und wichtigste Schritt besteht darin, dir zu überlegen, was du von diesem Menschen gelernt hast. Was wollte dich das Leben mit seiner Hilfe lehren? Wie kannst du diese Lektion so gut lernen, dass keine weitere Wiederholung mehr nötig ist? Wie kannst du diese ehemalige Quelle der Verletzung oder Wut in eine Quelle des Mitleids und der Macht verwandeln?

Begleitend oder alternativ dazu kannst du auch  an einer  energetischen Familienaufstellung teilnehmen.  Dann liegt es nur noch an dir, deine Geschichte und die energetischen Bande zu dieser Person neu zu schreiben.

 

Herzliche Grüße

Walter C. Dieterich